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Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum Hildburghausen

Ältere Ereignisse

Glubokoje - unsere Partnerstadt im Norden Weißrusslands

Schüleraustausche haben etwas Faszinierendes. Anfangs herrscht Skepsis bei den Jugendlichen, oft muss man motivieren, sich auf diese Reise vorzubereiten. Das galt auch für die Jugendlichen des Beruflichen Gymnasiums aus den Jahrgängen A14 und A15 (11. und 12. Jahrgangsstufe). Sobald man dann nach einer sehr langen Zug- und Busreise dort ankommt, ist die Herzlichkeit der Familien, bei den man unterkommt, mit denen man die folgenden Tage zusammen verbringt, beeindruckend. Schnell ist man mit den anderen Jugendlichen unterwegs, nimmt an den Projekten wie Pflege der Kriegsgräber, einer der zentralen und verbindenden Inhalte des Austausches mit Glubokoe, teil und gestaltet zusammen die Freizeit.
Das Besuchsprogramm für unsere Jugendlichen war – wie letztes Jahr – dicht gepackt, auch ein Ausflug in die immer wieder mit ihren Neubauten glänzende Hauptstadt Minsk war wieder dabei. Am Abschlussabend, an dem auch die Familien und Lehrer teilnahmen, hielten unsere Schüler ihren Gastgebern kulturelle Vorträge aus der Thüringer Heimat, um ihnen etwas von der Region zu zeigen, in der sie aufgewachsen sind. Die Schülerinnen und Schüler wurden von den Lehrern Uta Fischer und Joachim Tomschke begleitet. Der Abschied war wieder mit einigen Tränen verbunden, aber aufgrund der heute zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken kann der Austausch weitergeführt werden.

Von seinen Erlebnissen bei dem Besuch unserer Jugendlichen in Glubokoje berichtet nun ein Schüler:
Am 14. September war es soweit, 13 Schüler und 2 Lehrer begaben sich auf den Weg nach Belarus. Bis auf wenige Ausnahmen sind wir alle Schüler aus der 12. Klasse. Ein paar Wochen vorher waren die Schüler aus Belarus bereits bei uns zu Gast. Jetzt hieß es für uns Koffer packen und Tschüss Deutschland! Wir sind von Zella-Mehlis aus mit einem Fernreisebus nach Berlin gefahren. Von dort aus ging es dann mit dem Zug weiter nach Glubokoje. Hier sollten wir für eine Woche bei unseren Gastfamilien leben. Diese nahmen uns herzlich in Empfang und zeigten uns, wie ihr Alltag aussieht. Gleich am ersten Tag besuchten wir die Schule der belarussischen Schüler.
Ein paar Schüler führten für uns traditionelle Tänze auf. Das Wochenende verbrachten alle in ihrer Gastfamilie. Meine Familie fuhr am Samstag mit mir zu einem See, auf welchem wir Boot gefahren sind. Danach haben wir draußen über einem Lagerfeuer Suppe gekocht und gegessen. Wir hatten Zeit, uns ein wenig näher kennen zu lernen. Auch wenn die Verständigung nicht immer einfach für uns war, haben wir uns doch ein wenig unterhalten können.
Am Sonntag haben wir uns mit den anderen Familien getroffen und gemeinsam Laser-Tech gespielt. Die restliche Woche besichtigten wir verschiedene Schulen und Kindergärten in der Umgebung, um unser Wissen vom Alltagsleben in Belarus zu vertiefen. Zum Weißrusslandprojekt gehörte ebenso die Kriegsgräberpflege. Auch der Landrat von Glubokoje hatte sich Zeit für uns genommen. Er hat uns in sein Büro eingeladen und hat uns dort von seinem Landkreis erzählt.
Am Mittwoch ging es dann für alle nach Minsk. Auf dem Weg dorthin haben wir an einem Kriegsdenkmal Halt gemacht. In Minsk haben wir ein Museum über den Zweiten Weltkrieg besucht. Außerdem hatten wir die Gelegenheit in einem unterirdischen Kaufhaus einkaufen zu gehen. Am Donnerstag veranstalteten wir einen Abschlussabend. Die deutschen Schüler haben für ihre Gastfamilien gekocht und Kirmestänze aufgeführt.
Am Samstag früh ging es auch schon wieder auf den Heimweg. Sonntagnacht sind wir schließlich in Erfurt angekommen. Für uns alle war es eine sehr aufregende Zeit. Wir mussten die vielen Eindrücke erst einmal verarbeiten. In einer Woche haben wir unglaublich viel über die Menschen und das Land gelernt. Alle Schüler hatten eine tolle Zeit und einige von uns überlegen bereits, nächstes Jahr noch einmal am Austausch teilzunehmen.
Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns dieses besondere Erlebnis ermöglicht haben!