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Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum Hildburghausen
couleurkarteCouleurkarte der HFB-Verbindungen, herausgegeben anlässlich der 110-Jahr-Feier des Neuen Technikums  im Oktober 2006

Die studentischen Verbindungen am Technikum in Hildburghausen

Von Anfang lagen dem Gründer und Direktor des Technikums, Harmsen Wilhelm Rathke, und anderen Dozenten viel daran, dass ihre Studenten die Möglichkeit hatten, studentischen Verbindungen beizutreten. Sie unterstützten die Studenten während ihres Studiums, das oft fern der Heimat stattfand. So gab es schon in Sondershausen ab 1876 einen "Wissenschaftlichen Verein". Vorbild dafür waren die Fechterschaften "Cimbria" und "Teutonia" in Einbeck und später in Sondershausen. 1877 wurde die Sängerschaft "Concordia" gegründet, aus der 1888 die Sängerschaft "Euphnia" hervorging. Nur die "Concordia" und der "Wissenschaftliche Verein" siedelten mit dem Technikum nach Hildburghausen um. Letztere trug erst ab 1889 die Farben schwarz-weiß-grün und eine Mütze in grün.

Bedingt durch den Zuwachs an Studenten vor allem im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts und durch die zahlreichen Wechsel von Fachrichtungen und Studenten von anderen Hochschulstandorten entstanden viele weitere studentischen Verbindungen, die sich auch Burschenschaften nannten. Jede Verbindung hatte eine bestimmte Farbenkombination, die zu den Zusammenkünften getragen wurde und auch heute noch getragen wird.

Ein wesentlicher Einschnitt war die Gleichschaltung aller Studenten unter dem Hakenkreuz und die damit verbundene Zwangsauflösung oder auch Verbot der studentischen Verbindungen ab etwa 1936. Die ab 1945 durchgeführte Teilung ließ ein Aufleben dieser studentischen Traditionen im Osten unmöglich werden.

Nach dem Krieg konnten von den ehemaligen zehn Verbindungen drei reaktiviert werden.- die TV Bauhütte zu Kassel (1958), die CStV Unitas zu Wuppertal (1952) und die Rhenania zu Friedberg (1953). Die ehemaligen Studierenden der nicht reaktivierten Verbindungen schlossen sich 1963 zum „Verband ehemaliger Studierender des Technikums in Hildburghausen (VESTH)“ zusammen. 1964 erfolgte unter der Patenschaft des VESTH die Gründung der Ingenieur-Verbindung Hildburgia zu Coburg.1965 übergab der VESTH im Rahmen einer Feierstunde, zu der ca. 500 Personen anwesend waren, die Tradition des Technikums - bzw. der 1946 aufgelösten staatlichen Ingenieurschule Hildburghausen - an das damalige Polytechnikum in Coburg. Im Rahmen der Feierstunde wurde eine Gedenktafel enthüllt, die diesen Anlass würdigt und den Wahlspruch des Gründers trägt: „Segen ist der Mühe Preis“.

Hohes Alter und Krankheiten hinterließen auch bei den Ehemaligen ihre Spuren. Um die Amtsgeschäfte an Jüngere abzugeben und um den Zusammenhalt der reaktivierten Verbindungen zu fördern, wurde der „Hildburghäuser Freundschaftsbund (HFB)“ gegründet, dem die Verbindungen TV Bauhütte zu Kassel, IV Hildburgia zu Coburg und CStV Unitas zu Wuppertal angehören. Der HFB übernahm die Kontaktpflege zum ehemaligen Studienort und richtet seit der Wiedervereinigung regelmäßig Zusammenkünfte in Hildburghausen aus. Tatkräftige Unterstützung bei den Aktivitäten des Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrums Hildburghausen und damit auch des ehemaligen Technikums ist hier bis heute ein selbst auferlegter Pflichtteil der Verbindungen des HFB.